
Menschen aus unserer Region – Geschichten, die bewegen.
42 Quadratmeter. Zwei Erwachsene, ein Kind und ein Hund.
Für viele klingt das zunächst nach ziemlich wenig Platz für ein Familienleben. Für Christian Klerner und Carolin Werner aus Gehülz bei Kronach ist es ihr Zuhause – und eine ganz bewusste Entscheidung.
Die beiden leben mit ihrer kleinen Familie in einem Tiny House und zeigen damit, dass „kleiner wohnen“ nicht automatisch „weniger leben“ bedeuten muss. Über ihren Alltag auf 42 Quadratmetern berichten sie auch in ihrem Podcast „tinyon – Dein Weg ins Tiny House“.
🏠 Die Entscheidung für ein anderes Zuhause
Die Idee, in einem Tiny House zu leben, entstand bei Chris und Caro nicht einfach aus dem Wunsch nach einem möglichst kleinen Haus. Dahinter stand vielmehr die Frage, wie viel man eigentlich wirklich zum Leben braucht.
Heute ist jeder Quadratmeter gut durchdacht. Jeder Gegenstand braucht seinen Platz und neuer Besitz wird bewusster ausgewählt. Denn auf 42 Quadratmetern fällt schnell auf, wenn etwas keinen festen Platz hat. Genau diese Erfahrung beschreiben die beiden auch in ihren öffentlichen Beiträgen über ihr Leben im Tiny House. FOCUS online
Was zunächst nach Einschränkung klingt, kann dadurch auch Freiheit bedeuten: weniger Dinge, weniger Fläche – und mehr Bewusstsein dafür, was einem wirklich wichtig ist.
👨👩👧 Und dann kam die Familie
Besonders interessant wird die Geschichte dadurch, dass das Tiny House nicht bei einem Paarleben zu zweit geblieben ist.
Mittlerweile gehören auch eine Tochter und Hündin Bella zur Familie. Damit stellt sich natürlich die Frage: Funktioniert das überhaupt auf so wenig Raum?
Chris und Caro beschäftigen sich genau mit solchen Fragen in ihrem Podcast. Sie sprechen über Privatsphäre, Stauraum, den Alltag mit Kind und darüber, welche Kompromisse das Leben auf kleiner Fläche tatsächlich mit sich bringt. Auch Themen wie Waschmaschine, Spülmaschine und die Zukunft, wenn die Tochter größer wird, gehören dazu. Apple Podcasts
Und gerade das macht ihre Geschichte so interessant: Sie tun nicht so, als wäre das Leben im Tiny House immer unkompliziert. Stattdessen erzählen sie offen von ihren Erfahrungen und davon, wie sie Lösungen für ihren Alltag finden.
🌱 Ein kleines Haus mit einer großen Idee
Das Tiny House der Familie ist zudem ein Beispiel dafür, dass alternative Wohnformen auch in unserer Region funktionieren können. Bei einem Besuch der beiden wurde bereits darüber gesprochen, welches Potenzial solche Kleinwohnformen beispielsweise bei der Nutzung von Baulücken haben könnten. gruene-kronach.de
Dabei geht es letztlich um eine ganz einfache Frage:
Brauchen wir wirklich immer mehr Wohnfläche – oder kommt es vielleicht viel mehr darauf an, wie wir sie nutzen?
Chris und Caro haben für sich darauf eine Antwort gefunden.
Sie haben ihr Zuhause verkleinert – aber ihr Leben nicht.
Und vielleicht ist genau das die schönste Botschaft ihrer Geschichte.
🌹 Herzenssache Obermain
Geschichten wie diese gibt es direkt vor unserer Haustür. Menschen, die neue Wege ausprobieren, Dinge anders machen oder sich ganz bewusst für ihren eigenen Lebensentwurf entscheiden.
Wir finden: Auch solche Geschichten sind es wert, erzählt zu werden.
Quelle: RadioEINS – Menschen aus der Region, 29.09.2026; ergänzend öffentlich zugängliche Informationen von Chris und Caro bzw. ihrem Podcast. RadioEins
Zum Beitrag von RadioEINS
tinyon – Podcast und weitere Informationen


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