Unbefugter Zugriff auf Kundendaten und mögliche Gefahren für verbundene Websites: Was Nutzer jetzt wissen sollten.
Der Hersteller des weit verbreiteten WordPress-Backup-Plugins UpdraftPlus hat einen Sicherheitsvorfall bestätigt. Nach Angaben von TeamUpdraft wurde am Wochenende des 17. und 18. Oktober 2026 unbefugt auf die Website des Unternehmens zugegriffen. Dabei könnte auch die Kundendatenbank eingesehen worden sein.
Besonders aufmerksam sollten Websitebetreiber sein, deren WordPress-Seiten mit dem Fernverwaltungsdienst UpdraftCentral verbunden sind.
Welche Daten könnten betroffen sein?
Laut Hersteller könnten unter anderem folgende Informationen aus der Kundendatenbank betroffen sein:
- Namen und E-Mail-Adressen
- Rechnungsadressen und Bestellhistorien
- Passwortdaten, die laut Unternehmen nur in verschlüsselter beziehungsweise gehashter Form gespeichert wurden
- Einstellungen zur Zwei-Faktor-Authentifizierung
- Verbindungsschlüssel für UpdraftCentral, UpdraftVault und UpdraftClone
Nach Angaben von TeamUpdraft wurden keine Zahlungskartendaten auf den eigenen Servern gespeichert. Auch das UpdraftPlus-Plugin selbst und die darüber erstellten Sicherungen auf externen Speichern wie Google Drive seien nicht direkt von dem Vorfall betroffen.
Warum ist das für WordPress-Betreiber wichtig?
Die möglicherweise betroffenen Verbindungsschlüssel von UpdraftCentral können zur Fernverwaltung verbundener Websites genutzt werden. Der Hersteller berichtet, dass Angreifer diese Verbindung missbraucht haben könnten, um unter anderem zusätzliche Administratorzugänge anzulegen oder schädliche Plugins zu installieren.
TeamUpdraft hat nach eigenen Angaben Gegenmaßnahmen eingeleitet und eine aktualisierte Version von UpdraftPlus veröffentlicht, die ältere UpdraftCentral-Verbindungen trennt. Für die kostenlose Version ist Version 1.26.13 relevant, für die Premium-Version Version 2.26.13.
Was sollten Betroffene jetzt tun?
Wer ein TeamUpdraft-Konto besitzt oder UpdraftCentral Cloud nutzt, sollte die offiziellen Sicherheitshinweise lesen und die empfohlenen Schritte umsetzen.
Dazu gehören insbesondere:
- Das Passwort für das TeamUpdraft-Konto ändern und wiederverwendete Passwörter auch bei anderen Diensten ersetzen.
- Die WordPress-Website direkt über das eigene Dashboard prüfen.
- Nach unbekannten Benutzerkonten, Administratoren und Plugins suchen.
- UpdraftPlus auf die aktuelle Version aktualisieren.
- Bei einer Nutzung von UpdraftCentral die Verbindungen und gegebenenfalls die Zugangsschlüssel zum externen Speicher überprüfen.
Wer die kostenlose Version von UpdraftPlus nutzt und kein TeamUpdraft-Konto besitzt, muss laut Hersteller aufgrund dieses Vorfalls derzeit keine besonderen Maßnahmen ergreifen. Regelmäßige Updates bleiben dennoch wichtig.
Unser Hinweis
Der Vorfall zeigt, wie wichtig es ist, WordPress-Websites aktuell zu halten und regelmäßig auf unbekannte Benutzerkonten sowie unerwartete Änderungen zu kontrollieren. Eine vorhandene Datensicherung ist ebenfalls wichtig – sie ersetzt jedoch nicht die Prüfung, ob eine Website möglicherweise kompromittiert wurde.
Die Untersuchung des Vorfalls läuft. Die Informationen können daher noch aktualisiert werden.
Offizielle Informationen des Herstellers:
https://teamupdraft.com/blog/security-incident-october-2026/
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