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Kategorie: Kultur

  • „Bassd zam“: Zwei junge Brauer, ein gemeinsames Bier und ganz viel fränkische Braukultur

    „Bassd zam“: Zwei junge Brauer, ein gemeinsames Bier und ganz viel fränkische Braukultur

    Landrat Johannes Maciejonczyk (zweiter von rechts), Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermayer (dritter von rechts), der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, Dr. Lothar Ebbertz (rechts) und der Präsident der privaten Brauereien in Bayern, Georg Rittmayer (links) stoßen an auf das neue Landkreisbier „36/1 Kreisla“, ein Gemeinschaftsprodukt der Juniorbrauer Nicolas Zehendner (dritter von links) und Lukas Keesmann (zweiter von links).

    Bildnachweis: Foto: Rinklef / Landratsamt Bamberg

    Juniorbrauer aus Stadt und Landkreis Bamberg haben gemeinsam ihren Meistersud entwickelt

    Manchmal passt es einfach. Und manchmal passt es sogar so gut, dass daraus ein eigenes Bier entsteht. 🍺

    Unter dem passenden Namen „Bassd zam“ haben zwei junge Brauer aus Stadt und Landkreis Bamberg gemeinsam einen besonderen Meistersud entwickelt. Lukas Keesmann aus der Bamberger Brauerei Keesmann und Nikolas Zehendner aus der Brauerei Zehendner in Mönchsambach kennen sich aus ihrer Meisterausbildung und hatten dort die Idee zu einem gemeinsamen Bierprojekt.

    Entstanden ist ein kaltgehopftes Lager-Pils, das unterschiedliche Brautraditionen miteinander verbinden soll. Die feinherben Noten eines Pils treffen auf die unfiltrierte Süffigkeit eines fränkischen Lagers. Dazu kommt eine fruchtige Aromatik durch die Kalthopfung – Tradition und moderne Braukunst also in einem Glas.

    Zwei junge Brauer, eine gemeinsame Idee

    Für Lukas Keesmann und Nikolas Zehendner steht dabei nicht nur das Bier im Mittelpunkt. Beide gehören zur nächsten Generation ihrer Familienbrauereien und wollten gemeinsam etwas Neues ausprobieren.

    Ihre Idee entstand während der Meisterschule – aus Freundschaft und aus der gemeinsamen Begeisterung für das Bierbrauen. Gleichzeitig wollten sie zeigen, dass junge Brauer Tradition nicht nur bewahren, sondern auch weiterentwickeln können.

    Stadt und Landkreis – „Bassd zam“

    Das gemeinsame Bier steht dabei sinnbildlich auch für die Verbindung zwischen Stadt und Landkreis Bamberg.

    Bei der Premiere wurde deutlich, dass die Braukultur eine gemeinsame regionale Stärke ist. Im Landkreis gibt es laut Landratsamt 65 Brauereien, in der Stadt Bamberg weitere 13 Brauereien. Damit gehört die Region zu den besonders stark vom Brauhandwerk geprägten Gegenden. Landkreis Bamber

    Beim traditionellen Bieranstich zum Brauersilvester im Bauernmuseum Frensdorf konnten rund 100 Gäste den neuen Gerstensaft erstmals probieren. Das Bier trägt dabei den Namen „36/1 Kreisla“ – angelehnt an die 36 Gemeinden des Landkreises.

    Tradition mit Zukunft

    Was uns an der Geschichte besonders gefällt: Hier wird regionale Tradition nicht einfach nur bewahrt. Zwei junge Menschen nehmen das, was sie gelernt und von ihren Familien übernommen haben, und entwickeln daraus etwas Eigenes.

    Genau solche Geschichten gibt es bei uns in Oberfranken immer wieder – Menschen, die ihre Heimat mit Ideen, Können und Leidenschaft weiterbringen.

    Und manchmal heißt das Ergebnis eben ganz einfach:

    „Bassd zam.“ ❤️🍺

  • Ein Stück Heimat auf der Bühne: Naturbühne Trebgast erhält den Heimatpreis Bayern

    Ein Stück Heimat auf der Bühne: Naturbühne Trebgast erhält den Heimatpreis Bayern

    Foto: Christian Blaschka

    Seit mehr als 70 Jahren wird in Trebgast Theater gespielt – jetzt gab es dafür eine ganz besondere Auszeichnung.

    Die Naturbühne Trebgast gehört zu den acht Initiativen, die am 1. Oktober 2026 mit dem Heimatpreis Bayern ausgezeichnet wurden. Der Preis würdigt Menschen und Projekte, die sich in besonderer Weise für ihre Heimat, Kultur und das Miteinander vor Ort einsetzen.

    Und genau dafür steht die Naturbühne Trebgast.

    Seit 1953 wird dort ohne Unterbrechung Theater gespielt. Jahr für Jahr kommen Zehntausende Besucherinnen und Besucher zu den Sommerspielen und erleben Theater in einer ganz besonderen Atmosphäre. Das Trebgaster Amateurensemble hat sich dabei zu einem festen Bestandteil der oberfränkischen Kulturlandschaft entwickelt.

    Doch die Naturbühne ist weit mehr als eine Bühne.

    Zum Angebot gehören auch eine theaterpädagogisch geleitete Kinder- und Jugendtheatersparte sowie niedrigschwellige Mitmachangebote für Seniorinnen und Senioren. Damit verbindet die Naturbühne Kultur und Gemeinschaft über Generationen hinweg.

    🎭 Ein Ort, an dem Heimat lebendig bleibt

    Heimat bedeutet schließlich nicht nur einen Ort auf der Landkarte. Heimat entsteht dort, wo Menschen gemeinsam etwas aufbauen, Traditionen weitergeben und anderen eine Freude machen.

    Die Auszeichnung mit dem Heimatpreis ist deshalb auch eine Anerkennung für all diejenigen, die hinter den Kulissen dafür sorgen, dass der Vorhang immer wieder aufgeht: Schauspielerinnen und Schauspieler, Helferinnen und Helfer, Organisatoren, Ehrenamtliche und viele Menschen, die der Naturbühne über Jahrzehnte die Treue halten.

    Herzenssache Obermain sagt: Herzlichen Glückwunsch nach Trebgast! ❤️

    Schön, dass es solche Orte in unserer Region gibt – Orte, an denen Kultur nicht nur bewahrt, sondern immer wieder neu zum Leben erweckt wird.

    Und vielleicht ist genau das eine der schönsten Seiten unserer Heimat:
    Menschen, die etwas lieben, es gemeinsam weitertragen und damit viele andere Menschen begeistern.